Ein Businessplan im Onlinebusiness? Ist das wirklich notwendig?
Habt du gewusst, dass 90% der Frauen ihr Onlinebusiness mit einer Website starten, ohne sich Gedanken über ihr Unternehmenskonzept zu machen?
So wie ich mit meinem Modelabel Atelier Pusteblume. Zum Glück lief alles gut. (war wahrscheinlich eher meinem Perfektionismus zu verdanken).
Ganz im Gegensatz zu meinem ersten Unternehmen. Dies habe ich wohlüberlegt 2010 mit einem ausführlichen und ausgefeilten Businessplan gegründet. Ich hatte genaue Vorstellungen, wo ich hin wollte.
Mit beiden Unternehmen war ich innerhalb kürzester Zeit erfolgreich.
Braucht es also tatsächlich einen Businessplan?
Da muss ich zuerst etwas ausholen. Denn mein Modelabel entstand aus dem Zufall heraus. Es war weder geplant, noch hatte ich irgendwelche Ziele damit. Da ich nach der Geburt meines Sohnes wieder zu nähen begann und das vielen Menschen gefiel, bekam ich innerhalb kürzester Zeit immer mehr Aufträge. Für mich ging ein Kindheitstraum in Erfüllung, denn ich hatte während meiner ersten Ausbildung zur Damenschneiderin immer davon geträumt irgendwann ein eigenes Modelabel zu besitzen.
Dass ich innerhalb kürzester Zeit so erfolgreich damit war, war mehreren Gegebenheiten zu verdanken.
- Ich war mit dem “Selbermachen” genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
- Ich hatte ein mega Gespür für die richtigen Stoffe.
- Ich konnte verkaufen.
- Ich wusste wie kalkuieren und mein Unternehmen zu skalieren.
Erst als mehrere Frauen meine Mitbewerberinnen wurde, merkte ich, dass ich ohne Konzept nicht mehr weiterkam – ich war eine von vielen. So habe ich nicht nur einen Businessplan ausgearbeitet, bei dem ich wieder in Führung gehen konnte – nein ich erarbeitete auch eine Strategie, wie ich mit zwei kleinen Kindern, meine zwei Unternehmen gut unter einen Hut bringen konnte.
So habe ich mich mit dem Businesspla neu strukturiert und mein Unternehmen optimiert.
Im Nachhinein betrachtet, war dies die beste Entscheidung, da ich nicht nur mein Unternehmen besser steuern konnte, sondern auch meinen Umsatz gesteigert habe und mich auf die Dinge konzentrierte, die relevant waren für den nächsten Erfolg.
Deshalb meine Empfehlung ganz klar – “Ja” für ein durchdachtes Konzept.
Mit Hilfe eines Businessplan im Online Bereich kannst du nicht nur das Unternehmer-Risiko stark reduzieren, sondern du hast auch einen Plan, wie dein Weg verlaufen soll. Ein Steuerungsinstrument, das richtig angewendet über all die Unternehmerjahre immer wieder angepasst und erweiterbar ist.
Kleiner Tipp:
Es erspart dir auch jede Menge Geld, wenn du weißt, auf was du dich konzentrieren solltest. 🙂
Aber was ist denn eigentlich ein Businessplan?
In erster Linie ist es ein sehr wichtiges Planungsinstrument. Du schaffst mit ihm deine Positionierung und hast ein gutes Dosier für potentielle Kapitalgeber wie Banken oder private Investoren. Für Banken ist der Businessplan eine Voraussetzung für Investitionen. Aber auch um eventuelle Förderungen zu bekommen, ist der Businessplan wichtig. Es zeigt dem Gegenüber, dass du dir Gedanken gemacht hast über dein Unternehmen und nicht ins Blaue rein gründest.
Warum das aber auch für dich selber wichtig ist?
1. Deine Entwicklung wird sichtbar
Ich habe vor kurzem meinen Businessplan von meinem ersten Unternehmen angeschaut und war total baff, wie taff und auf den Punkt gebracht ich das damals formuliert hatte. Und welche Ideen ich damals erarbeitet habe. Natürlich habe ich nicht alle Ideen umgesetzt, aber ich habe erkannt, wie wunderbar ich gewachsen bin und welche Weg ich eingeschlagen habe. Da waren viele AHA´s dabei. .
2. Entdeckung neuer Möglichkeiten
Geht man mit kreativen Methoden an den Businessplan heran, kann er noch viel mehr. Man entdeckt Möglichkeiten zu Kooperationen und Verkäufen, Möglichkeiten für Angebot, die einem sonst nie aufgefallen wären. Zudem ist er auch ein wichtiges Instrument zur Planung deines Geschäftsjahres. Wenn du darüber mehr wissen möchtest, dann komm in meinen Onlinekurs “Jahresplanung leicht gemacht“
3. Als Orientierungshilfe
Man kann damit nicht nur vor der Gründung alle relevanten Fragen nocheinmal durchleuchten, sondern den Businessplan auch später als Orientierungshilfe verwenden. In welche Richtung habe ich mich entwickelt? Was stimmt für mich noch? Und viele andere relevante Fragen eines Unternehmens.
4. Neue Dinge entwickeln
Ich habe eine kreative Möglichkeit gefunden, den Businessplan auszuarbeiten. Diesen passe ich jedes Jahr an meine neuen Ideen an. Für mich eine der kreativsten und besten Instrumente, um mein Unternehmen zu optimieren und auf den Markt anzupassen.
Übrigens ist mein Businessplan so dekorativ, dass er voller Freude an die Wand gehängt werden kann. Ich arbeite übrigens mit dem Business Canva Modell.
Jederzeit bereit um bearbeitet, ergänzt und optimiert zu werden.

Fazit:
Letztendlich aber entscheidet nicht der Businessplan über den Wert einer Geschäftsidee, sondern der Markt. Wenn du ein Produkt anbietest, das nicht die Probleme deiner Zielgruppe löst, wirst du keinen Erfolg haben. Somit schaffst du dir mit einem Businessplan im Online Bereich zwar die wichtigsten Rahmenbedingungen und kannst größere Schäden vermeiden, Umsetzen ist dann aber eine ganz andere Sache.
Somit meine Empfehlung….
Ob eine Sache gelingt – wirst du somit erst erfahren, wenn du den Schritt dazu gewagt hast. Doch mit einem guten ausgefeilten Plan an der Hand lässt sich dieser Schritt leichter und entspannter und vor allem sicherer gehen.
Hast du schon mal einen Businessplan erstellt? Was war deine Erfahrung damit?
Wenn du noch überhaupt keine Erfahrungen damit gemacht hast, findest du hier noch weitere hilfreiche Tipps.
Ich freue mich über deinen Kommentar.
Eure Simone